500 Jahre Wirtshaus­geschichte

Bis ins Jahr 1509 kann man die Familiengeschichte und das Familienwappen der Fögers rund ums Gastgeber sein zurückführen. Damals noch auf der Fernpasshöhe – der wichtigen Salz- und Erzstraße von den Tiroler Alpen ins Fuggerische Augsburg und in andere deutsche Herzogtümer. Im STERN ging es dann 1907 los:

1907

entschlossen sich Franziska und Alois Föger vom Gasthof am Fernpass aufzubrechen und ihr neues Glück woanders zu suchen. Von der landschaftlichen Pracht und der einzigartigen Idylle des Mieminger Plateaus begeistert, erwarben sie das bereits bestehende Gasthaus STERN.

1915

verstarb Alois an den Folgen einer Kriegsverletzung aus dem 1. Weltkrieg. Von nun an führte Franziska unter Mithilfe ihrer Eltern, treuer Bediensteter und später mit ihren Kindern den STERN alleine.

1949

Adele und Hermann fanden sich und besiegelten ihr Glück und widmeten sich fortan dem Wohl der Gäste. Adele verwöhnte von nun an die Gäste mit dem bekannten Apfelstrudel. Und Hermann war neben seiner Gastgeber-Rolle ein passionierter Landwirt, der für Feld und Vieh immer zur Stelle war.

1960

wurde ein Zubau mit rund 20 Zimmern mit fließendem Wasser und Toiletten in den Zimmern gemacht.

1977

nach dem Herzinfarkt des Vaters übernahm Hermann Junior mit Roswitha die Leitung der Geschäfte. In diese Zeit fiel gleich der große Umbau, bei dem der Giebel des Haupthauses gedreht wurde – die Geburtsstunde des heutigen Erscheinungsbildes.

1977 – 1988

war Urlaub in den Bergen schick und immer mehr Menschen erfuhren von der herrlichen Naturlandschaft am Mieminger Plateau. Gott sei Dank verstanden es die Tourismuspioniere die Ursprünglichkeit und Natürlichkeit der Region zu bewahren – dafür sind wir heute noch dankbar. In dieser Zeit beehrte uns auch Rudolf von Habsburg – ein Sohn des letzten k.u.k. Kaisers.

1989

erhielt der STERN seine letzte große Veränderung. Ein Stockwerk wurde aufgebaut, ein neuer Trakt an der Nordseite entstand und nahezu alle Gästezimmer wurden neu gebaut. So entspricht das Haus auch heute noch den aktuellen Komfortstandards und bietet einen herrlichen Wohnkomfort.

2007 und zukünftig

Der STERN ist und bleibt, wie er ist – auch in der nächsten STERN-Generation mit René Föger (seit 2004). Ein qualitätsvolles Hotel mit sehr persönlicher und familiärer Atmosphäre, dessen Wurzeln im Wirtshaus liegen. Der Wirtshaus-Gedanke hat immer mit sich treffen und HUANGARTEN (tirolerisch: sich unterhalten) zu tun. Und so soll es auch die nächsten 100 Jahre bleiben.

schwarzweiß Aufnahme des Hotel Stern

Ausgezeichnet!

1509 Tiroler Wirtshaus
2008 «Der perfekte Wanderurlaub» mit ALM.Schlafen auf 2.000 m
2010 Österreichisches Umweltzeichen
2012 Trigos Tirol für nachhaltiges Arbeiten & 3. Klimaneutrale Hotel Österreichs
2013 Finalist Touristika Tirol
2014 Öko-Spitzenreiter «Platin» von Tripadvisor & 1. Schnellladestation für eAutos in Tirol-Obsteig am Mieminger Sonnenplateau

Ein schwarzweiß Foto mit zwei Kinden

Obsteig am Mieminger Sonnenplateau!

Obsteig mit seinen rund 1.200 Einwohnern liegt umgeben von Lärchenwiesen und Wäldern auf rund 1.000 m, als höchste der drei Gemeinden am Mieminger Sonnenplateau. Der Name Obsteig bedeutet soviel wie Ob des Anstiegs, gemeint ist die extrem steile Wegstrecke von Mötz zur Burg Klamm, die alle Fuhrleute fürchteten. Diese war im Mittelalter Teil der klassischen Nord-Süd-Verbindung von Bayern nach Italien, die auch von Handelsreisenden wie den Fuggern zu Augsburg oder Johann Wolfgang von Goethe bei seiner Italien-Reise genützt wurde.

Obsteig umfasst vierzehn verstreute, z.T. weit auseinander liegende Siedlungen wie z.B. Arzkasten, Holzleiten, Wald oder Gschwent. Ein Spaziergang durch Obsteig mit Abstechern in den Weilern ist auf jeden Fall empfehlenswert – alle Weiler werden von den Einwohnern liebevoll gepflegt und die jeweiligen Kapellen und Brunnen laden zum Verweilen ein.

Das Gebiet wurde früh rund 1000 v. Chr. besiedelt, von den Bajuwaren gegründet und später dann aufgrund des Bergbaus, der verkehrstechnischen Lage und der landschaftlichen Reize u.a. als Jagdgebiet der Landesfürsten bedeutend. Besonders erwähnenswert ist die Burg Klamm, die auf einer Felsnase sitzend über eine tiefe Schlucht ragt. Die zu Beginn des 13. Jhdts. erbaute Burg hatte die Aufgabe den regen Verkehr (damals Transport von Salz und Erz) zu überwachen. Auch wenn die Burg heute in Privatbesitz ist, lohnen sich die Besichtigung von außen und der Abstieg in die Klamm zum Wasserfall.

Schwarzweiß Foto von einem Mädchen, das auf einem Holzstamm sitzt

Die Landschaft – Das Mieminger Sonnenplateau

Oberhalb vom Inntal erstreckt sich westlich von Telfs das etwas 17 km lange und teilweise 4 km breite Mieminger Plateau. Im Norden beschützt durch die Mieminger Kette und nach Süden offen mit Blick auf die Ausläufer der Stubaier und Ötztaler Alpen, genießen die Einheimischen jährlich ein mildes Klima und im Schnitt 2000 Sonnenstunden … so auch der Name Sonnenplateau. Die Landschaft zählt heute zu den Schönsten im Tiroler Oberland und ist bereits seit 1981 u.a. wegen der Larchwiesen unter Landschaftsschutz gestellt. Die am Plateau verteilten Alpinpark-Wege informieren hier nochmals gut.

Die Bergwelt – Die Mieminger Kette

Die zwar wild zerklüftete, aber dennoch nahezu geschlossene mächtige Mieminger Kette zählt zu den Nördlichen Kalkalpen und erstreckt sich auf eine Länge von über 20 km. Mit 2.768 m ist der Hochplattig der höchste Gipfel in der mächtigen Felsformation. Gut begehbar sind die westlichen Gipfel Wannig, Handschuhspitze, Grünstein und Wankspitze, aber auch die imposante Hohe Munde am östlichen Ende. Beim Lehnberghaus ein bisschen weiter, finden Sie auch den Ursprung, wo unser Wasser gefasst wird.

Die Larchwiesen

Unter Larchwiesen versteht man nicht die von Lärchen eingeschlossenen freien Wiesen, sondern den Waldboden selbst, der schon seit Jahrhunderten eine Doppelnutzung erfährt. Einerseits forstwirtschaftlich durch Holz schlägern, andererseits wird der Waldboden gemäht und beweidet. Die buckligen Larchwiesen mit ihren Wurzelstöcken können jedoch kaum maschinell bearbeitet werden, sondern müssen heute noch weitgehend von Hand gemäht, regelmäßig ausgeputzt, die Baumbestände sorgsam ausgeholzt und erneuert werden. Ein Besuch des Larchsteig, direkt vom STERN verlaufend, ist sehr empfehlenswert. Aufgrund der Wichtigkeit und der Präsenz der Lärche in Obsteig, haben wir im STERN auch alles unter das Zeichen der Lärche gestellt: von der Terrasse beginnend, über die Zimmermöbel und die Sauna, bis hin zur Lärchenseife und dem Lärchenschnaps.